Germany04/05/16 – back – to five minutes

Sechs Wochen Island. Den Blog schrieb ich mit einer Leichtigkeit, ohne auf die Uhr zu blicken, und manchmal gar nicht. So war das mit dem Leben in Island, mit einer Leichtigkeit, ohne auf die Uhr zu blicken, und manchmal gar nicht.


Jetzt bin ich wieder da. Das Leben hat mich wieder. Das Leben passiert, während ich mich drehe, scheinbar im Kreis. Und wenn ich wo anders wäre, aber da denke ich lieber nicht dran.


Heute Julia Franck beim Gedichte lesen zugehört, sie kann das echt gut. Und Eva Menasse beim Erzählen, sie kann das auch. Dann stimmt die Welt, es geht um Bücher. Später lese ich eins, nur schreiben, aber dann, heute Abend, bestimmt. Gedanken verfasse ich als Nachrichten, als lange. Gefühle ebenfalls. Die Erkenntnisse kullern dieser Tage. Die Bäume in Deutschland sind, seit Island, zu groß. Als hätte sie jemand unnötig in die Höhe gezogen. Und die Berge haben ihre Imposanz verloren, wie wenn man eine alte Liebe trifft, und sich fragt, wirklich der da, ich?


Ich mache Kreuze auf ein Blatt, die Kreuze stehen für Stunden. So habe ich das früher beim Fliegen gemacht mit Minuten. Ich werde gleich einen Tee trinken. Ich werde ein Abendessen zu mir nehmen, so macht man das hier. Dann werde ich schreiben, vielleicht. Und dann.