• Lena Gorelik

Roman, siebter Tag

Endlich, langsam, ich nähere mich der Struktur vorsichtig, wie einem scheuen Tier. Sie kann fliehen, jederzeit. Der Gedanke ist so vorsichtig, so leise, da könnte etwas sein, in diesem Text. So schüchtern, hält auch nur ganz kurz, dreht sofort wieder um, als der andere herein poltert: Wen soll das denn interessieren, wie sinnlos, was für ein Kitsch. Ich aber grinse: Hab den anderen hervorlugen sehen, den schüchternen, den süßen. die zwei Locken, die um die Ecke lugten, gestern erst mit einer anderen Schreibenden darüber gesprochen, dass am Anfang das Schreiben wie ein Tasten im dunklen Zimmer ist. Und man weiß noch nicht einmal, wonach man sucht, fügte ich hinzu. Dann aß ich ein japanisches Reisbällchen, das aus den Stäbchen flutschte.


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Habe ich vergessen zu notieren. Lief aber besser, glaube ich.

Muss mich zwischen Laufen und Schreiben entscheiden. Schreiben gewinnt, bin noch von gestern so ergriffen. Von den Gesprächen, von dem Denken, im Übrigen auch dem Denken über die Unmöglichkeit des Sch