Five Minutes a Day/20062015/irgendwo

Manchmal und irgendwo. Wenn man morgens schreibt, ist noch gar nichts passiert.


In dem Gar-nichts-passiert habe ich bereits von einem Buch gelesen, das ich haben will, es ist ein ungarisches, es ist von Gergely Péterfy, und ich weiß noch gar nicht, ob es bereits eine Übersetzung davon gibt. Aber da ist bereits ein Haben-Wollen. Immerzu.


Vor ein paar Tagen lief ich, lesend. Das Buch, das ich las (Stephen Chbosky; The perks of being a wallflower), ein Buch mit einem unnötigen Ende, hatte nur noch drei Seiten, das eben sehr überraschende und unnötige Ende musste ich eben zu Ende lesen, also las ich im Laufen, es blieb mir nichts anderes übrig. Und war mir durchaus dessen bewusst, dass andere Menschen nicht lesend laufen und nicht laufend lesen, die anderen wollten los. Ich wollte nicht auffallen, aber das Buch zu Ende lesen, aber das eine schloss das andere aus. Ich hatte das schon einmal als Phase, wie andere phasenweise rauchen, ich war dreizehn, und las im Laufen, auf dem Weg von der Bushaltestelle nachhause beispielsweise, weil ich das Gefühl nicht los wurde, Zeit zu verlieren, wertvolle Lesezeit, ich würde eh im Leben nicht alles lesen können, was ich will. Eines Tages sah mich so laufend lesen der Vater einer Freundin und erzählte allen davon. Es war irgendwie keine gute Geschichte.


Zur Zeit lese ich nur zu Ende.