24. Sept. 2021

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Five Minutes A Day_Muc24092021

Die Geister, die hervorkriechen, alte, schleichend, auf Zehenspitzen sozusagen, diese alten Gedanken. Sind da, alte Verletzungen, alles. Stellen sich auf, bäumen sich auf. Gebe mir Mühe, sie zu beobachten, mehr nicht. Kleine Erinnerungen, große, immer schmerzhafte. Verletzlicher seit dem Buch, verletzlicher seit das Buch da alleine herum geistert, ängstlich, ob ihm die Literatur abhanden kommt. Kaufe Blumen, lege sie ab: Radle. Höre Musik, dieses eine Lied, das verspricht, dass alte Gefühle vergehen, dass die Geister eines Tages nicht mehr hervor kriechen. Später da sitzend, ganz ruhig. Wie wissend, dass ein Schritt nach dem anderen, dass das der Weg ist. In kleinen, aber guten Schritten denken, vielleicht gar nicht denken, vielleicht sie einfach tun. Draußen scheint die Sonne, obwohl in der Luft liegt, dass der Sommer sich verabschiedet. Die Kinder dabei beobachten, dass sie durch exakt den Schmerz gehen, den man ihnen ersparen wollte, sich wundern, dass die Ausschlussmechanismen immer noch dieselben sind, dass "anders" dazu einlädt, Hierarchien zu bilden. Stärke geben, morgens, den Wecker stellen, um Stärke zu geben. Später selbst nach Stärke suchen, später als die Geister hervorkriechen, aber wissen, dass man sie sich selbst geben muss. Auch wissen, dass das beste Gefühl von allen ist, das zu können. Manchmal ja, manchmal nein, und dazwischen hin und her rennen.

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