18.02.2014 Frankfurt. Oder: Vor der Lesung ist nicht nach der Lesung.

“Haben Sie viel Platz in Ihrem Herzen?”. Ich muss nicht alles an Design verstehen. Die Frage steht auf dem Klopapierhalter in meinem Zimmer, Design-Hotel, versteht sich, ansonsten schön, auch wenn ich nicht viel verstehe. “Das ‘n” und das ‘h’, beide leicht verwischt”, würde ich schreiben, würde ich ihn im Roman beschreiben oder für einen Roman erfinden.


Aber manche Sachen muss man nicht erfinden.


Im Fernsehen: Olympia. Verrückte springen auf ihren Skiern herum. Nicht so mein Ding. Weder das Sehen noch das Springen. Während ich schaue, das erste Mal seit der Eröffnung Olympia schaue, überlege ich: Five Minutes a Day. Wenn ich mir jeden Tag fünf Minuten Zeit nehmen würde, am Blog zu schreiben, egal, ob Montag oder Samstag, egal, um wieviel Uhr, egal, von wo. Five Minutes a Day.


Möglicherweise eine blöde Idee.


Außerdem ist vor der Lesung nicht nach der Lesung. Vor der Lesung fühle ich mich niemals gut.


Ein netter Veranstalter ruft mich an, ob ich im Hotel abgeholt werden müsse. Muss ich nicht, zehn Minute Fußweg, sagt googlemaps. Na dann.