• Lena Gorelik

FiveMinutesADay_back home_21042021

Kürze das Filmtreatment, den ganzen Tag. Bis spätabends, seit gestern schon. Gefühlt ebenso lange wie ich daran geschrieben hat, zumindest fühlt das das leidende, kürzende Ich. Checke tagesschau.de, der Ablenkung halber. Dann eben mit Laschet, steht da, mein Film heißt "Dann eben mit Pferd". Worüber man so lacht dieser Tage. Der Himmel draußen ist blau, ich fahre Rad, das Rad hat keinen Platten mehr, ich habe immer noch dieselben Gedanken. Bin bockig, kann alles alleine. Führe im Zoom-Small-Talk zwei Corona-Gespräche: Was machst Du heute Schönes? Lass das "schön" weg, antwortet sie mir. Im zweiten Corona-Gespräch geht es um Kinder, von denen alle sagen, man merkt denen an. Wir merken, merken und merken. Telefoniere wegen Lesungen, ob die im Juni wohl statt finden werden, eher nicht. Vielleicht die in der Schweiz, in Zürich, am Ehesten die. Ich will nach Zürich, unbedingt, aus zwei verschiedenen Gründen. Stelle mir vor, wie ich durch Zürich laufe, stelle mir Begegnungen vor, konkrete. Schreibe eine Mail, vergesse, dass ich sie geschrieben habe, und als sie mir wieder einfällt, denke ich, hey, wo ist denn die Antwort. Ein Lieferdienst bringt die Einkäufe, vier Papiertüten, lasse sie stehen, muss kürzen, bevor ich auspacken darf, die Highlights dieser Tage. Und was machst Du heute Schönes? Ich packe Einkäufe aus.


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Habe ich vergessen zu notieren. Lief aber besser, glaube ich.

Muss mich zwischen Laufen und Schreiben entscheiden. Schreiben gewinnt, bin noch von gestern so ergriffen. Von den Gesprächen, von dem Denken, im Übrigen auch dem Denken über die Unmöglichkeit des Sch