Five Minutes a Day. Zeugs. #6

Gestern “Five Minutes a Day” vergessen. Einfach vergessen. Es sollte in Blut übergehen, so wie ich ja auch ans Zähneputzen denke irgendwie.


Aber jetzt nicht Schreibsekunden an Gestern verlieren.


Ich hab keine Geschichte, aber eine Sprache zur Geschichte gefunden.


Schreiben putscht. Heute. Nicht immer. Ich lese es lieber nicht durch, für den Fall, dass Durchlesen meine Meinung radikal ändert. Besser als Alkohol, als Drogen, als Sex. Im Ernst. Selten. Aber manchmal. Wieder auftauchen zu müssen ist so wie mitten in der Nacht aufzustehen. Damals, als die Kinder Babys waren. Milchflasche um 4.33, die Hölle. So ähnlich. Aber ein besseres Gefühl. Weil eine Milchflasche zu machen ist nicht wie schreiben, hat man ja nichts vollbracht. (Ja, schlagt auf mich ein, Ihr Mütter, die Ihr Euch nichts Schöneres vorstellen könnt als Eure Babys zu füttern. Füttern = Stillen natürlich, Milchflasche ist ja per se böse.) Ich aber schreibe lieber.


(Aufgeputscht schreibe ich diesen Text, merke ich. Vielleicht gut, dass nur noch 20 Sekunden.)


Noch dreizehn. Ich darf heute Nachmittag noch schreiben. Ein guter Tag.

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