Five Minutes a Day. Zeugs. #20

Weil man sich irgendwann entscheiden muss, und dieses Hin und Her nichts bringt, außer noch mehr Zweifel mit sich – was, naja, schon irgendwie ein Wunder ist, – habe ich mich entschlossen, weg zu geben. 23 Seiten: Abgeschickt. Eine Story Line dazu geschrieben, was ich nicht kann und nicht will.


Und weg. Beim letzten Lesen nicht gewusst, ob es schlecht, mittelmäßig oder genial ist. War mir allerdings noch nie anders gegangen. Im Nachhinein fast immer festgestellt, dass meine Hypothese nicht stimmte, und genial war noch nichts.


Aber dann macht man doch weiter. Und denkt über das Warum nicht nach.


Die schöne Geschichte ist ja immer die, dass man nicht anders kann. Dass man ohne Schreiben nicht kann, weil ja schon immer geschrieben, und das Schreiben ist man selbst, oder man selbst ist Schreiben, und deshalb, egal wie, wo, warum und trotz was, immer schreiben.


Hinter die schöne Geschichte blicke ich selbst nicht gerne.


Dann wieder die Momente, wo Schreiben wie Klavierspielen ist, und es ohne Schreiben nicht geht. Klavierspielen kann ich selbstverständlich nicht. Würde ich aber gerne können.


Das wäre auch eine schöne Geschichte: Klavier spielen, dann schreiben. Und andersherum.


Die schönen Geschichten sind natürlich schöner als die Realität. Was für eine banale Weisheit. Gut, dass es gleich klingelt.

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