Five Minutes a Day. Zeugs. #17

Aufgabe (zum Ziel collaboration between art disciplines): Geht doch mal für zehn Minuten zusammen, macht mal was. Lyrikerin K. und ich. Sie schreibt vier Minuten, ich schreibe vier Minuten. Ich über einen “er”, der nur in Poesie denken kann.


“Es war ihm nicht möglich, in Prosa zu schreiben, zu denken, zu leben. Seine Gedanken ließen sich in Sätze nicht pressen und als Aussagen nicht aussprechen. Sein Kopf war anders. Erst fanden sie es niedlich, aber nicht lange. Dann testeten sie ihn, stellten Fragen, legten Karten auf den Tisch, zu denen er eine Geschichte zu erzählen hatte. Er dichtete für sie. Sie schrieben “Asperger Syndrom”, setzten ein Fragezeichen dahinter, seine Großmutter nannte ihn “Goethe” und “Dichter” und streichelte ihm dabei über den Kopf. Später noch hörten sie auf, ihn zu verstehen.”


Dazwischen setzen wir K.s hervorragendes Gedicht. Zwei Künstler kommen dazu. Vierzig Minuten. Eine Performance. Papier, Krepp, Text.


Noch mal vierzig Minuten, wir arbeiten nun zum Werk der Künstler. Ein Laufsteg für Hamster und Vögel. Bird walk, cat fashion, hamster feather. Dazu “Die Vogelhochzeit”.


Lange nicht mehr so gelacht. Lange nicht mehr so produktiv gefühlt.