Five Minutes a Day. muc/09092014

Heute Nacht eine Keine-Luft-Mehr-Attacke gehabt. Oder einen Hustenanfall, der so stark war, dass ich keine Luft mehr gekriegt habe, das weiß man dann im Nachhinein nicht mehr so genau. (Schon wieder schreibe ich über Gesundheit, fällt mir auf. Dabei geht es eigentlich um Bilder im Kopf.) Also: Keine Luft mehr gekriegt, danach geschnappt, und währenddessen ganz ruhig darüber nachgedacht, dass ich doch eigentlich in Panik geraten müsste, weil ich das so gelesen habe, unzählige Male: Dass man in Panik gerät, wenn man keine Luft bekommt. Ich, stattdessen, mich in aller Ruhe zu erinnern versucht, wo ich das überall gelesen habe. Und wie sehr also Beschriebenes meine Erwartungen prägt. Währenddessen nach Luft schnappend, immer heftiger. Fünf Uhr in der Früh, das Ganze.


Warum lebe ich eigentlich nicht in London? So eine Frage, die immer wieder auftaucht. Wobei sich London durchaus durch andere Städte ersetzen ließe, aber heute mal London.


Ein Jugendbuch-Verlag möchte wissen, ob ich ein Jugendbuch schreiben möchte. Möchte ich? Zwei Ideen, sofort im Kopf, eine älter, eine neu. Muss mich konzentrieren, sie beiseite zu schieben, ich schreibe ja gerade ein Buch.


Der Schmerz in den Augen eines Fast-Dreijährigen, weil man ihn vergesslicherweise “Kleiner” nennt. Nie wieder, schwöre ich mir. Diese Sehnsucht nach dem Großsein, ist mir fremd.


Fragen im Kopf. Möchte ich auf alle die Antwort kennen?


Mittellanger Nachdenkprozess, dann: Ja.