Five Minutes a Day. muc/08092014

Das hier wird keinen Sinn ergeben, Gedankenfetzen ohne Chronologie. Am Montag, um 20.23, darf man das.


Rücken- und Kopfschmerzen, schon seit Tagen. Trage ThermaCare auf dem Rücken und fühle mich alt damit. Dass ich überhaupt über Schmerzen schreibe.


Istanbul. Sechs Tage, fünf Nächte. Schreiben. Während ich starken türkischen Kaffee aus einer kleinen Tasse trinke oder noch stärkeren schwarzen Tee aus einer ebenso kleinen Tasse. Am Tisch nebenan: Bärtige Männer, die reden und Schach spielen. Wie, um Gottes willen, komme ich auf Schach? Über die Brücke nach Asien laufen, bei Sonnenaufgang. Bunte Märkte. Lauter Kitsch in meinem Kopf. 14 Millionen Einwohner. Dazwischen schreiben. Aber nicht über den Tod.


Dann noch: Tage, an denen Pläne nicht zählen. Nachrichten, die nicht kommen. Fragen, die nicht gestellt, und Fragen, die nicht beantwortet werden, es gibt Zeiten, da ist es besser so. Sybille Lewitscharoff, die schönste Frau der deutschen Literaturwelt, hat sich mal wieder zu Wort gemeldet, und sich über “fettleibige”, “alte”, “unschön geformte” Menschen mockiert. “Grauslig”, um sie mal zu zitieren.