Five Minutes a Day. muc/07092014

Schreibtag.


Gestern die Five Minutes vergessen. Einfach vergessen. Mein autistisches Ich schreit, dass das nicht geht, aber ich bin ja mehr als mein autistisches Ich, sage ich mir mal so, und setze mich also trotzdem heute, Sonntag, hin. Gestern Abend ein Musikstück (Chilli Gonzales) gehört, das ein innerer Dialog war. So ähnlich ist es mit meinem autistischen Ich.


Heute, am Schreibtag, vor allen Dingen zwei Gedanken: Der Roman ergibt doch gar keinen Sinn, mit dieser Struktur schon mal gar nicht. Und: Alles schon da gewesen. Und überhaupt. Und dann noch: Es gibt da noch diesen anderen Roman, an dem ich mich gerne versuchen würde. Die Idee, seit Freitag, im Kopf. Und geht nicht mehr raus.


Also schreibe ich einen Dialog, der exakt eine Seite und eine Zeile auf der nächsten Seite lang ist, damit ich mir erzählen kann, ich hätte zwei Seiten geschrieben, und lese dann noch eine Weile in einem grottenschlechten Buch. Und denke an den anderen Roman.


Ein Weihnachtsbaum auf dem Balkon. Einer vom letzten Jahr, die Nadeln rostig-braun, und davon nicht sonderlich viele, aber groß ist er, als würde er sagen, so bin ich, und was ich trage, ist mir egal. Kein oberflächlicher Baum.


Schreiben in Istanbul. Denke ich, hoffe ich. Aber ja, keinen Druck aufbauen.