Five Minutes a Day – MUC/02112017

Hilton Hotel, Lobby. Die Kinder machen Schwimmkurs. Die Menschen in der Lobby trinken teuren Kaffee. Ich versuche, Geldprobleme in den Griff zu kriegen, und dazwischen so zu tun, als hätte ich keine. Ich weiß nicht, warum das Leben nicht so schwer fällt dieser Tage, obwohl es schwer wiegt. Ich weiß, was ich schreiben will die nächsten Tage. Ich weiß, was ich will. Ich weiß nicht, wie. Und ich denke mir manches beiseite. Es fühlt sich lebendig an, dennoch.


Zwei grandiose Filme gesehen, “Happy End“ und „The Square“. So talentiert müsste man sein. Nobelpreisträger lesen. Nachrichten hassen. Schweben. Lieben. Nichts genau wissen, und im Verdrängen Sträkelt spüren oder eben nicht, und aus dem Nicht auch Stärke generieren. Ich weiß nicht, es gibt Tage, da gibt es nicht so viel zu sagen. Generieren und warten, oder zu generieren versuchen und warten. All das.


Wenn ich schreibe, was ich will, tue ich anderen weh. Entweder den einen, oder den anderen. Wenn ich etwas anderes schreibe, bin ich dann noch ich? Ganz große Pläne haben, die großen. Aber nicht wissen, ob irgendetwas davon geschieht. Ich weiß nicht, wann alles leichter wird, im Dezember, im Januar vielleicht? Das Kinderbuch habe ich nie angefangen, irgendwie. Warten, aber auf mich selbst. Ganz, ganz viel, endlos viel wollen.

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