11-Lesungen-in-vier-Tagen-Woche, Tag eins.

Feststellung Nummer eins: Morgens um sieben sind ja ganz schön viele Menschen auf und bereits in der S-Bahn.


Feststellung Nummer zwei: Im Regionalexpress München – Regensburg hingegen beinahe kein Mensch. Daraus resultierende Feststellung: Es gibt wenige Pendler nach Regensburg.


Feststellung Nummer drei: Das Bayern-Ticket gilt nicht vor neun Uhr. Schlecht. Mein Argument, im ICE könnte man ja auch eine Fahrkarte nachkaufen, wird von der nicht-so-netten Schaffnerin damit erwidert, dass ich einen Beschwerdebrief an die Bahn schreiben solle. Ja, weil ich ja so wenig habe, was ich schreiben könnte.


Feststellung Nummer vier: Kaffee, Kaffee, Kaffee. Nicht wie in „Kaffee, Kaffee, Kaffee getrunken“, sondern wie in „Kaffee getrunken, noch mehr Kaffee und noch mehr Kaffee gebraucht.“


Lesung Nummer eins: Hmm. Feststellung: Schüler der neunten Klassen könnten mit Ironie überfordert sein. Im Übrigen, fällt mir auf, machten mir Schüler selbst zu der Zeit Angst, als ich noch selbst eine von ihnen war. Versuche, in meinen Antworten Ironie weg zu lassen. Habe letztens gehört, ich verwende selbst mit meinen Kindern zu viel Ironie. Aber gute Fragen. Überrascht.


Lesung Nummer zwei: Schon viel besser. Ein katholisches Mädchengymnasium. Die Bilder vom Papst sind großer als die von Maria. Die Praktikantin sagt kein Wort, ist für einen Beruf mit Menschen, Kindern wie geschaffen. Das zweite Mal in meinem Leben in einem Mädchengymnasium gewesen und überrascht festgestellt, dass ich von geschlechtsgetrennten Schulen positiv überrascht bin. Konzentration und Intensität der Gespräche. Frage beim Lehrer nach. Stimmt, bestätigt er mir, aber auch: Zickenkrieg und Facebook-/Whatsapp-Gefahr, wobei Letzteres ist unabhängig von Anwesenheit des anderen Geschlechts natürlich.


Feststellung Nummer fünf: Am Regensburger Bahnhof gibt es einen Bäcker, einen Burger Kind und einen Döner-Imbiss mit Döner und Pizza. Entscheide mich, da seit 6.30 Uhr auf, aber im Magen noch nichts außer Kaffee und Wasser, für den Döner.


Feststellung Nummer sechs: War die falsche Entscheidung.