Five Minutes a Day. Zeugs #36. bzw. #1a

So lange nicht mehr Five Minutes a Day geschrieben. Das Konzept geht den Bach runter, aber geht es nicht allen Konzepten so. Egal. Was sagt man zu Kindern, die vom Rad fallen? Einfach wieder aufstehen. Und noch mal drauf setzen. Und fahren. Klappt gut. Also: Einfach wieder schreiben.


Mein Hirn analysiert – wann analysiert mein Hirn mal nicht? -, warum nicht geschrieben. Es nicht vergessen. Immer verschoben. Immer gehofft, ich vergesse es. Fast einen Hass auf die Five Minutes a Day bekommen. Weil ich auch sonst nicht geschrieben habe, am Roman? Weil nichts passierte? Oder zu viel? Oder nichts, was ich in fünf Minuten niederschreiben wollte?


Egal. Hirn, halt die Klappe. Halt einmal am Tag, für fünf Minuten, die Klappe.


Noch 2:33.


Musik. Die meiner Jugend. Ich sehe: Ein Jugendzimmer aus Kiefernholz, Einbauschränke, deren Türen ich höchst unbegabt besprayt habe. Irgendwann, früher, vor der Musik, hing von der Zimmerlampe ein Seil, an das ich Klemmtiere festmachte. Einige fielen regelmäßig herunter. Und dieser runde, braun-gelbe Teppich. Den schmiss ich später auch weg. Als das Seil noch hing, hingen auch noch Pferdeposter an der Wand. Ich war sehr damit beschäftigt, ein deutsches Mädchen zu sein wie die anderen deutschen Mädchen. Jugendsünden, Kindersünden.


Die Musik aber nicht. Die nicht (aber ein Haufen anderer natürlich).

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Copyright Lena Gorelik 2021