München – Stuttgart 17062016 – Five Minutes a Day

Reisen, nicht angetretene. Ich schlucke. Dann kommt ein Gefühl. Und eine sehr klare Antwort.


Ich sitze im Zug und gebe mir viel zu viel Mühe, aber das stelle ich erst später fest. Menschen, wieder getroffene. Das Lächeln meines Vaters. Das Lächeln meiner Mutter, Menschen, in Unterschieden. Fragen, zu persönliche. Antworten, weil ich antworten muss.


Ich bin, immer noch dieses, ich bin, ich bin doch, ich bin vielleicht, und bin ich wirklich, und ich bin nicht, ein langsames. Erinnerungen kommen auf, Assoziationen fliegen umher. Ich fliege aus der Wolke hinunter und lande hart. Aufschlag auf dem Asphalt, diese Fallhöhe, hoch, höher, und diesmal am Höchsten. Wer war ich, bis ich dann wer wurde. Degradiert.


Ich lese eine Liste, mehrmals. Punkt eins, Punkt zwei, Punkt drei. Um Gedanken nicht wissen, und Gefühle erraten besser nicht wollen. Ich beschließe, mir nicht mehr so viel Mühe zu geben, als wäre das ein Beschluss. Die Sehnsucht nach einem Wissen. In der S-Bahn telefoniere ich noch. Mein Bett ist von Kindern belegt, nicht als eigene Entscheidung. Ich komme viel zu spät an und weiß nicht immer weiter.

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