FiveMinutesADay_München_26042021

Sitze in der Sonne, esse, Stäbchen, Reis, schaue auf, schaue die Freundin an, mit der ich esse, lache, sehe ihre Augen nicht durch die Sonnenbrillen. Bin froh um diese Minuten, aus dem Haus kommen, draußen sein, sprechen, Menschen sehen, Mensch sein. Am Wochenende hat mich #allesdichtmachen verfolgt, wenn man nur sich selbst sieht und nicht viel weiter. Am Wochenende saß ich draußen, irgendwo in einem Teil des Englischen Garten, in dem die dort spazierten Hunde Leo und Maxi heißen, als hätten die Hundebesitzer die Namensranglisten für Kinder studiert. Die Hundebesitzer trugen um den Hals gebundenen Pullover in dunkel- und hellblau, und die Kinder kletterten barfuß und mit nacktem Oberkörper auf Bäumen herum, waren Sommer-Kinder. Wir tunkten das Fladenbrot in dem Humus, ich spielte gegen eine Freundin ein Spiel, faul und als hätte der Tag kein Ende, und fragte Menschen, die barfuß in den Bach stiegen, um Kräuter zu sammeln, was das für Kräuter seien. Sie wussten den deutschen Namen nicht, aber sagten, die Kräuter hätten viel Eisen, ich könne sie essen wie Salat. Sie schenkten mir eine Tüte voller Kräuter, ich rief ihnen Danke hinterher, und die Kinder riefen Danke vom Baum, und später am Abend hatte ich eine Vergiftung, so richtig, richtig, und es war trotzdem ein guter Tag.

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FiveMinutesADay_München_15.05.2021

Wach, alleine, ganz früh. Schlecht geträumt, froh, wach zu sein. Gestern sagte jemand zu mir, ich sei gar nicht dazu geschaffen, glücklich zu sein. Radle vor acht noch zur Post, um die ersten Bücher z

FiveMinutesADay_München_07052021

Gestern habe ich gestickt. Das erste Mal im Leben, vermute ich. Einmal stach ich mir derart in den Finger, dass es blutete, beinahe wie im Märchen. Ich aß sehr viele Kräcker dazu, obwohl die Kräcker n