FiveMinutesADay_21052021_München-bis losfahren

Dann ist es also draußen, das Buch. Geht da irgendwo spazieren, ohne mich, wird gelesen, beiseite gelesen, nicht gelesen, wird beurteilt, gemocht, nicht gemocht, alles. Ich wackle durch die Gegend, je mehr ich durch die Gegend wackle, wachse ich, glaube ich zu wachsen. Obwohl ich mich klein fühle oder verletzlich, deshalb gerade wahrscheinlich. S. schickt mir einen Text über Abzweigung im Leben, ich sehe mich um, sehe manchmal zwei Wege und manchmal keinen, bin in einem Moment stark und im nächsten eine andere Person, die der Starken fremd ist. Renne ansonsten allem hinterher: Den vielen Mails, den vielen zu schreibenden Texten, den Anrufen, den Nachrichten. Bin wach, schlafe nicht, nur in der Mitte. Schlafe nicht ein, und wache lange vor dem Wecker auf, was sich manchmal wie ein Versprechen, und manchmal wie ein Versinken anfühlt. Höre, lese, was andere über mich sagen. Die Buchpremiere wie ein Fest, trotz Tränen vorher, nahe Menschen, die im Herzen, wir stehen später zusammen, Gläser in den Händen, lachen, alle Entspannung ist gefallen, alte Verletzungen, es ist wie Licht im Raum. Menschen, die ich sehr lange kenne, neue Menschen, alles in einem, so fühlst sich das Leben gerade an.


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