Five Minutes a Day – MUC 04102017

Ich weiß nicht. Ich schleppe mich durch Gedanken, Fragen und Tage. Ich will wieder schreiben und traue mich nicht. Draußen scheint die Sonne, ich weiß nicht, ob ich mich vor Verantwortung drücke, und ob ich das gut mache, alles. Die Antwort ist ein wahrscheinliches Nein.


Aber ganz viel wollen, gell, ganz viel Wollen. Die ganze Welt und noch mehr und am Liebsten sofort. Abends ist Müdigkeit, und außerdem Nebenhöhlenentzündung, alles zu. Vielleicht, sagen Stimmen von Freunden im Kopf, aber nicht meine eigene, vielleicht erwartest du zu viel von dir selbst. Die Stimme der Therapeutin.


Sasha Marianna Salzmann gelesen, was für ein grandioses, perfektes Buch. Jeder Satz stimmt, jede Geschichte auch. Manchmal nicht wissen, ob alles nicht auch in einem Nicht-Trauen liegt, also alles an mir.


Dann plötzlich um die Schritte ahnen, die kleinen, die zu großen Wegen werden, auch wenn das pathetisch klingt. Ich mache das so schlecht nicht. Denke ich, aber ich weiß es nicht. Eines nach dem anderen und manches nicht. Aber dafür etwas anderes. So schleppe ich mich durch die Tage, mit Gedanken wie diesen und Nase zu.


Das Fliegen-Gefühl ist irgendwo vergraben. Ich weiß nicht, warum ich mir nicht mehr die Finger schmutzig mache, um es zu suchen. Ich sollte, ich sollte wollen. Ich schreibe mir das auf, in kleinen Sätzen. Ich warte, dann sind die fünf Minuten um.