Again: Five Minutes a Day_München_18042021

Juni ist noch so lang hin. Es wird digital stattfinden, wahrscheinlich. Die ersten Veranstalter:innen, die nächsten werden folgen. Streiche die Vorfreude, streiche das Zugfahren, die Menschen, streiche das Irgendwo-herum-Stehen mit einer dieser kleinen, weißen Konferenzkaffeetassen in der Hand. Streiche den Schlüssel, den ich in ein Hotelzimmertürschlüsselloch stecke, was für ein langes deutsches Wort. Endlos beinahe, alles andere zieht sich auch. Gestern gespielt, gestern vermisst, gestern kaum draußen gewesen. Schlafe lesend ein, lese wieder mehr, lese immer noch zu wenig. Fahre U-Bahn, so wenige Menschen, es gibt immer mehr schwarze FFP2-Masken, will jemanden anlächeln, sehe Masken, lese ein Buch. Zuhause freue ich mich, als ich den Briefkasten öffne, da liegt ein Briefumschlag, der sehr lange herum geirrt ist, ich hatte die falsche Postleitzahl angegeben. Jetzt ist es da, lese die für mich bestimmten Zeilen. Lächle, vermutlich; sehe das ja nicht, ob ich gerade lächle. Wieder wild geträumt, viel zu sehr in Einzelheiten. Denke über die Liebe nach, gehe joggen, bin froh, als ich wieder zuhause bin. Setze mich an den Film, setze mich an den Schreibtisch.

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FiveMinutesADay_München_15.05.2021

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FiveMinutesADay_München_07052021

Gestern habe ich gestickt. Das erste Mal im Leben, vermute ich. Einmal stach ich mir derart in den Finger, dass es blutete, beinahe wie im Märchen. Ich aß sehr viele Kräcker dazu, obwohl die Kräcker n