Berlin – München – Göttingen, alles an einem Tag/07/11/2018 – Five Minutes a Day

Zwei Seiten Roman geschrieben, vielleicht für die Katz. Ich weiß nicht, warum man das so sagt mit den Katzen. Jemand, den ich mag, hat einen Hund weg gegeben, heute. Ich hadere damit, vielleicht mehr als sie. Alles hadert in mir. Ich habe den Hund nie kennen gelernt. Da ist noch mehr, ich weiß nicht, ob ich es aussprechen kann, das Mehr.

Außerdem gedacht: Wann war das letzte Mal ein großes Gefühl, und hatte ich das schon einmal, so wie jetzt, diese Angst vor einem Verlust von Gefühlen. Das ist eine Angst, der ich keine Gegenwart erlaube: Der Verlust von Gefühlen. Ich gebe mein Bestes und schreibe später mit. Ich schreibe die kleinen Schönheiten auf.

In der S-Bahn, Teenager. Einer zieht sein Sweatshirt aus, da, wo das Herz ist, links also, steht Head. Willst du die Story dazu hören oder willst du nicht, die Story, fragt er das Mädchen neben sich. Sie zögert, sie will nicht. Ja, nein, sagt sie. Ist eine geile Story, sagt er. Dann erzählt er, ich steige aus, mitten in der geilen Story. Ich interpretiere nichts hinein, das ist keine lebende Metapher.

Ich sehne mich, nach alten Gefühlen, Metaphern. Nach Texten mit Bedeutung.