Berlin, 06/11/2018 – Five Minutes a Day

Erkältungen in Großstädten, weitab vom Bett. Ich will nicht jammern, ich will nicht, dass die Nase schmerzt. Die Nase ist voll, ich bin voll, dieses Überquellen. Lass mich los, lass mich schlafen, lass mich nicht, zieh nicht immerzu an mir. Nimm mich jemand in den Arm, sag mir, dass ich das darf, ruhen. Jemand, der mich fragt, wie es mir geht, wie es läuft. Jemand, der mich nicht fragt. Ich weiß nicht, wie sich die Personen im Kopf vermischen.

Mittagessen, indisch, ganz miserabel. Autoren, gute, und dieses große Gefühl, dass man nicht alleine ist. Der Anfang vom Roman, das Schwerste. Wie man nicht weiß, wie die Bälle aussehen, die man jonglieren wird, das nächste Jahr oder Jahre. Wie sich alles vermischt. Bevor man zählen kann. Da macht es nichts, dass das Hühnchen schlecht schmeckt.

KrankZeiten, überlagernde. Meine Nase ist zu, aber das meine ich nicht. Sinne, entschärfte. Ich weiß nicht, ob sie Gefühle entschärfen. Ich will diese Tage nicht mehr zählen, den Ahnungen nicht zuhören. Ich will, dass alles schweigt, und mich gut gut fühlen, geborgen, in einem Gefühl.