Five Minutes a Day – Göttingen – 22/08/2018

Diese Wespen und Bienen, die ich nicht voneinander unterscheiden kann, sie erstürmen den Sommer. Das sage ich, weil eine gerade meine Cola klauen will. Auf einer Terrasse des Hotels sitzen, Schullandheim worüber, die Müdigkeit, aber auch die Realisierung danach. Wie sie da saßen und schrieben, und wie sie sagten, dass sie weiter schreiben wollen, längere Geschichten.

Jemand schreibt mir, ich soll tanzen lernen.

Ich schreibe, täglich, zwei Seiten Theaterstück, zwei Seiten Roman, an einer Reportage. Ich schreibe, nichts von dem, was ich schreibe, finde ich gut. Jemand (anders) schreibt mir, ich soll transgressiv, wütend, sexuelle, wütend und echt sein, wenn ich fürs Theater schreibe. Das gilt für jedes Schreiben wahrscheinlich, und ich gebe ihr innerlich (und per SMS Recht) und weiß nicht, wie ich das in Worte übersetze. Beim Roman schwimme ich, beim Theaterstück sind die Zweifel bewusster.

Ein Wiedersehen, eine Tür, die aufgeht. Ich trage eine weiße, bulgarische Bluse. Sich gegenüber stehen, sich ansehen. Alles denken. Die Tür geht zu. Im Hintergrund läuft Musik, später Werbung von Spotify. Warte, ich mach das aus, sage ich. Ist doch egal, sagt sie. Wir essen beiden Gnochhi, als wir später essen gehen, mit Mozarella und Tomaten.

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