Five Minutes a Day – MUC/10/06/2018

Heute ohne Foto. Heute am Schreibtisch. Geister sind wie Gedanken, dieser Tage, und die Unsicherheit zieht sich durch sie wie ein Kaugummi, klebrig. Iiiihhh. Einen Text über Heimat schreiben, ihn im Staatsministerium oder beim selbigen vortragen, Radau machen wollen, aber vielleicht nicht die richtigen Worte finden, wie gesagt, diese Unsicherheit ist wie ein Kaugummi, der sich zieht.

In Früher-Kategorien denken. Sich früher auf einen Kaffee getroffen haben, fünf Minuten an einer Mauer oder anderen unwichtigen Orten, sich denken, zu viel hängt von mir ab, und trotzdem noch denken. Das ist wie ein Fluch, aber manchmal ist dieser Fluch die Rettung.

Leise ahnen, was ich vom Leben will. Aber trotzdem zweifeln.

Gestern, im Büro, Theaterstück-Gedanken. Frauen als Monster und kleine Japanerinnen bei YouPorn. Was ich sage, macht vielleicht keinen Sinn, Mädchen-Bier trinken und Frauen, die das Mädchen-Bier mit einer Männergeste öffnen.

Heute, Gedanke: Was Geborgenheit schafft. Habe ich ihm die genommen, oder ist es gut, dass er sie sucht. Alles kann zwei Interpretationen haben. Ich suche den Weg, den dazwischen, und weiß, dass es keine richtige Antwort gibt. Sich darauf verlassen können, auf die Umverlässlichkeit der Wahrheit.

Nicht mehr warten wollen auf Nachrichten mit Bedeutung. Einfach nur glauben an sich selbst. Kaugummilose Gedanken. Gedanken mit Alltag: Hab grad das grüne kleine Fahrrad verkauft, auf dem die Kinder Rad fahren gelernt haben, ein Stück Erinnerung, das 50 Euro kostet.