Five Minutes a Day – FRA/51117

6.30 Uhr, Hotel. Der Tee ist nicht heiß genug. Sonntag. Außer mir nur noch eine Frau, die sich kleine Cocktailtomaten holt. Warum heißen die Cocktailtomaten, so was denke ich, morgens. Gestern gefroren, als hätte ich Fieber, aber ich habe keins. Der Winter, der naht. Gestern geschrieben, als mache es Sinn. Später las ich laut und wusste nicht, will ich da nur etwas, etwas, das nicht geht. Aber die ganz großen Pläne haben. Im Kopf lache ich mich selbst aus. Abends Fotopräsentation. Ich schaue hin, und dann wieder runter.  Ein netter junger Mann fragt mich, ob ich einen Kaffee will. Nee, danke, aber das Wasser für den Tee ist nicht heiß, sage ich ihm. Dass sich da andere Gäste nicht beschweren. Die Bilder stark. Irgendwann stand ich im Regen, aber ohne draußen zu stehen. Später an der Treppe einer Säule sitzen, im fahlen Licht. So viele hier, die auf Drogen sind, oder kommt es mir nur so vor. Ich redete ruhig, als wäre kein Sturm und keine Angst. Das Sushi schmeckte fantastisch, danach hatte ich Durst. Träumte von Menschen, denen ich etwas schulde. 6.30 Uhr, Hotel. Ich beginne zu schreiben, als hätte es einen Sinn.