FiveMinutesADay_München03082017

Schreibprozess, Tag zwei.
Gestern war Tag eins, da schrieb ich einen Brief, und in den Brief schrieb ich, nachdem ich eben versucht hatte am Roman zu schreiben, zwei Seiten am Tag, hatte ich gedacht, in diesen Brief schrieb ich hinein: “Ich habe Angst, dass ich verlernt habe zu schreiben, oder dass ich es nie gekonnt habe vielleicht.” Es hatte zehn Minuten gedauert, diesen Brief zu schreiben, und ich weiß nicht, warum ich es nicht jemand anderem erzählte. Irgendwas war irgendwann passiert, aber das war auch nur ein vielleicht.
Nachts um zwei wache ich auf, weil das Handy vibriert, aber ich will nicht darauf blicken. Ich drehe mich weg, versuche zu schlafen. Stattdessen habe ich tausend Gedanken. Einer von ihnen gilt grünen Chucks. Das ist, was ich später vielleicht einen Geistesblitz nennen werde, wenn man mich fragt, wie ich auf diese Idee kam, zu diesem Anfang oder diesem Buch. Vielleicht wird die Idee am nächsten Morgen aber auch keinen Sinn ergeben, weshalb ich sie mit Vorsicht behandle. Nicht zu viel hineinfühlen, noch nicht.FullSizeRender