München, 19.09.2013

(in einem Café, dessen Name es nicht verdient, erwähnt zu werden; zu beliebig – das Café wie der Name)

Kaffee, zu wässrig. Zu vermilchicht

Dazu: Interview mit Imre Kertész in der ZEIT. Der Literaturnobelpreis habe ihn vernichtet, er wurde zu einer Aktiengesellschaft, zur Marke Kertész.

Oder so, zum Thema Leben: „Ich glaube, ich habe alle meine Augenblicke schon erlebt. Es ist fertig, und ich bin noch da.“

Ich sehe kurz über den ausufernden Milchgehalt meines Kaffees hinweg.

Schön ist: „Ich bin doch kein Jude. Ich gehöre nicht zu dieser Sache.“

Und kann man es schöner ausdrücken als so? Diese Sache.